| Liebe Vereinsmitglieder,
ein Rechenschaftsbericht zum Ende einer Amtszeit bedeutet immer, seine Aufmerksamkeit auf die Vergangenheit zu richten. Was ist in den letzten gut zwei Jahren im und um unseren Verein geschehen? Nun werde ich in den nächsten Minuten versuchen, das Geschehene kurz nochmal aufzuarbeiten und die Vereinsarbeit in die lokale Gesamtsituation einzubetten. Bitte wundert euch nicht: es wird sportlich! Warum wird es sportlich? Weil ich meine, dass wir uns im Frühjahr 2007 wie ein angeknockter Boxer gerade noch taumelnd im Ring halten konnten. Aber immerhin: Wir standen noch, fast so aufrecht wie Erdmännchen. Wir waren nicht am Boden, wir waren lebendig! Kommunalpolitik ist jedoch keine Sache des Einzelnen, zumindest nicht in unserem Verständnis! Wir spielen ein anderes Spiel! Wechseln wir also den Kampfring, der es zweifelsohne vor der großen Spaltung des Vereins zu sein schien, und begeben uns in eine wunderbare Arena. WIR auf dem Spielfeld und die Suhler Bürger auf den Rängen. Den verdienten Applaus haben wir uns erst kürzlich zur Wahl des Stadtparlaments abgeholt. Aber der Reihe nach: Wenn das Team schlecht spielt, dann wird normalerweise zuerst der Coach rausgeschmissen. Wir jedoch erlaubten uns den Luxus und schickten die halbe Mannschaft vorzeitig zum Duschen. Zwangsläufig wurde auch die Führungsetage des Vereins personell neu aufgestellt. Inoffizieller Auftrag: Uns im Spiel halten – und zwar konkurrenzfähig! Nach kurzer Phase des sich fragens "Was denn nun?" war für uns klar: Wir machen weiter! Eine neue Heimstätte musste her. Wir verließen die kühle Kabine des CCS, mit dem Suhl einst unbedingt in die Champions League aufsteigen wollte! Im Einklang mit unserem Blick für die Realität dieser Stadt suchten und fanden wir eine neue Arena – hier bei Moreen. Ein kleines schmuckes Kästchen – genau, wie wir Bezirksligisten es brauchten! Immerhin bekamen wir hier unser Stadionbier und unsere Wurst! Vielen Dank, Moreen, dass wir allmontaglich unsere Heimspiele hier austragen durften. Und doch waren die folgenden Wochen und Monate nicht mehr als ein sich Warmlaufen. In absehbarer Zeit stand ein ganz ganz wichtiges Spiel an: Unsere Gegner hießen CDU, SPD, Die Linke und die Freien Wähler! Noch hatten wir aber keine schlagkräftige Truppe beisammen. Offiziell auf der letzten Mitgliederversammlung, Anfang Oktober 2008, fingen wir an, uns auf das nächste Spiel, welches ja bekanntlich immer das schwerste ist, vorzubereiten. Momente an Zweieln, ob wir uns dieser Herausforderung wirklich stellen wollten, waren vergangen. Nun hieß es, sich auf dem Transfermarkt umzusehen! Unbedingt brauchten wir für unser verbliebenes Rumpfteam Verstärkungen. Heute wissen wir: Wir haben erfolgreich verhandelt und sind, so sehe ich das ganz persönlich, stärker aufgestellt als vor zweieinhalb Jahren. Als Mannschaft haben wir hervorragend funktioniert. Teamfördernde Maßnahmen, wie Ostermärkte und Sommerfeste haben ihre Wirkung nicht verfehlt! In einer langen Mannschaftssitzung wurden dann noch die Rückennummern verteilt. Wobei festzuhalten ist, dass die Nummer Eins nicht im Tor stand und die Nummer Zehn nicht der Spielmacher war. Mit Abpfiff der 90 Minuten am späten Abend des 07.06.2009 durften wir uns zurecht auf der Playersparty selbst feiern. Wir haben das große Spiel gegen unsere teils übermächtigen Gegner nicht verloren! Wie man ein solches Spiel vergeigen kann, haben uns unsere ehem. Teamkollegen gezeigt. Kurz nach der offiziellen Spaltung des Vereins erhielt ich von Frau Ehrhardt einen Anruf. Auch sie musste ja ihr Team neu zusammenstellen. Ihre Anfrage zu einem Vereinswechsel habe ich abgelehnt. Nie stand es für mich zur Debatte, Aktiv für Suhl zu verlassen. Ich war bereit, Verantwortung zu übernehmen. Auch nach außen klar zu dokumentieren, dass ich überzeugt von uns war. Und ich bin es heute mehr, denn je! Rückblickend resümiere ich, dass wir als Verein eine schwierige, spannende und letztlich erfolgreiche Zeit seit dem 14.05.07 hatten. Ich danke allen Vereinskollegen für eine gute Zusammenarbeit! Wie es sich für einen guten "Chef" gehört, möchte ich keine Einzelspieler hervorheben – wir haben uns mannschaftlich geschlossen sehr gut präsentiert. Der Verein Aktiv für Suhl steht bereits fast schon vor seinem nächsten wichtigen Spiel. Wer weiß, vielleicht kommt es eher, als wir zur Zeit denken. Ich würde gerne auch weiterhin in verantwortungsvoller Position den Verein unterstützen. |
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