Ehrung verdienter Suhler Bürger vom 3. Februar 2008 Antwort vom xx.xx.2007
Ehrung
verdienter Suhler Bürger am 03.02.08
Gisela Böhme
Sehr verehrte Gäste,
liebe Suhler Bürger, werte Stadtratskollegen, verehrter Oberbürgermeister,
versetzen Sie sich zurück in die Zeit vor 2005.
Nehmen Sie irgendein vorösterliches Wochenende in Suhl. Das Atrium des
CongressCentrums – verwaist. Nichts los in der Innenstadt. Osterhasen gibt’s
fast ausschließlich in den großen Supermärkten zu beschauen
– oder in den Zoofachgeschäften am Stadtrand. Geschmückte Osterbrunnen
haben wir aus historischen Gründen leider nicht anzubieten. Fast könnte
man meinen, der Osterhase würde an den Suhlern vorbei hoppeln und seine
Eier sprichwörtlich woanders legen.
Ein Jahr später zur selben Zeit ist das Atrium voll Menschen.
Tausende Besucher strömen herein und belagern die Stände zahlreicher
Händler. Farbenfrohe Blumengestecke mit gelben Osterglocken oder roten
Tulpen, bunt bemalte Ostereier, Osterschmuck für Garten und Haus, Bücher,
Flohmarkt, Kaffee und Kuchen, Kinderspielzeug oder Bastelbedarf. Alles kann
gekauft und probiert werden.
Ja sogar Ostereier kann man unter fachkundiger Anleitung selbst verzieren.
Ein liebevoll geschmückter Brunnen, der einzige überdachte Thüringer
Osterbrunnen sozusagen, ist aus einer sonst eher unbeachteten Ecke des Atriums
heraus zum gestalterischen Höhepunkt des CongressCentrums geworden. Es
scheint, als sei der Frühling bereits in vollem Gange, dabei hat er noch
nicht einmal begonnen.
Daß diese Vision Wirklichkeit wurde, ist zu einem großen Teil der Verdienst
von Gisela Böhme.
Als im Bürgerverein AKTIV FÜR SUHL darüber diskutiert wurde,
etwas Sinnvolles und Dauerhaftes zur Innenstadtbelebung beizutragen und schließlich
die Idee des Ostermarktes geboren wurde, war es neben Ingrid Erhardt und Karin
Böttger vor Allem eben Gisela Böhme, die von Beginn an die Fäden
der Organisation in der Hand gehalten hatte.
Großes war geplant, zahlreiche Aufgaben mussten verteilt und erledigt
werden. Ich will ganz ehrlich sein. Ich weiß selbst aus Erfahrung, was
alles bedacht werden muss, wenn es darum geht, eine publikumswirksame und neuartige
Veranstaltung auf die Beine zu stellen, wie viel Ehrgeiz man braucht, wie viel
Durchhaltevermögen, um auch die vielen Niederschläge nicht nur einzustecken,
sondern auch so zu verdauen, daß man daraus einen Nutzen ziehen kann.
Ich hatte seinerzeit nicht geglaubt, dass der Suhler Ostermarkt eine solche
Erfolgsgeschichte schreiben würde. Umso erstaunter war ich dann, als ich
sah, wie sich an jenem Tag, dem 12. März 2005, wie sich also schlagartig
das Atrium mit Menschen füllte, wie sich alles hin und her bewegte. Ja
sogar Busunternehmen aus anderen Regionen luden ihre Fahrgäste vor den
Türen des CCS ab.
An so einen fulminanten Startschuss hatte ich nicht im Geringsten gedacht.
Natürlich hat Gisela Böhme nicht alleine dieses Osterfest organisiert
und durchgeführt. An die 30 fleißigen Helfer des ganzen Vereines
und viele Familienmitglieder und Freunde standen Gewehr bei Fuß, wenn
Gisela rief. Sie war und ist bis heute die Ansprechpartnerin der Händler
und der Helfer. Sie plant, organisiert, verhandelt und führt durch. Dabei
nimmt sie keine Rücksicht auf ihre Familie, denn sogar aus Halle an der
Saale müssen die Verwandten anreisen, um Gisela am Ostermarktwochenende
beizustehen.
Wenn man Gisela manchmal in Vereinsversammlungen erlebt, könnte man meinen,
sie liegt das ganze Jahr über gespannt auf der Lauer, um endlich loslegen
zu können. Nichts wird dem Zufall überlassen. Ob im Sommer, Herbst
oder Winter – der Ostermarkt spielt in fast jeder Vereinsversammlung zumindest
eine kleine Rolle – und das ist nur der Verdienst von Gisela Böhme.
Somit trägt sie wesentlich dazu bei, innerhalb des Vereines ganzjährig
an neuen Ideen für den Ostermarkt zu feilen und neuartige Sachen auszuprobieren,
weil die Messlatte eben von Jahr zu Jahr höher liegt.
Mittlerweile hat der Ostermarkt tatsächlich auch eine wirtschaftlich-touristische
Bedeutung erlangt die soweit geht, daß regionale Busunternehmen anfragen,
wann der Ostermarkt stattfindet, damit sie die Veranstaltung in ihre Tagesfahrtenkataloge
aufnehmen können.
Das wiederum ist für die Stadt Suhl, aber auch für unseren Verein
und natürlich für Gisela mehr als nur ein gutes Zeichen. Hier haben wir
alle gemeinsam eine Marktlücke entdeckt und belebt.
In diesem Jahr findet der Ostermarkt am Frauentag, den 8. März, statt.
Erneut haben sich wieder über 40 Kunsthandwerker, Floristen, Freizeitkünstler,
Gewerbetreibende, Händler und Mitglieder zahlreicher Vereine angemeldet,
um ihre meist farbenfrohen Produkte unters Volk zu bringen oder die Besucher
zum kreativen Mitmachen anzuregen.
Und ich weiß, daß Gisela vor Aufregung jetzt schon kaum noch schlafen
kann, weil Sie so sehr in Ihrer Aufgabe aufgeht, daß man sich den Suhler
Ostermarkt ohne Gisela Böhme nicht vorstellen kann.
Dafür sagen wir Dir Danke und hoffen, dass Dein Enthusiasmus und Deine
Einsatzfreude für diese gute Sache noch lange währen und Du viele
Mitstreiter finden wirst.
Und Sie alle lade ich rechtherzlich am 8. März ins Atrium des CCS zum 4. Suhler
Ostermarkt ein.
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